Webinale '08
Nach drei Tagen Konferenz hier ein Fazit von meiner Seite.
Besonders gut haben mir die Vorträge von Frank Westphal, Glen Campbell, Kai König und Tanja Diezmann gefallen. Die Beiträge der Erwähnten waren allesamt informativ und vor allem inspirierend. Das vermittelte Wissen war dabei auf einem Niveau, wie ich es gerne bei allen Beiträgen der Konferenz gesehen hätte.
Damit komm ich auch gleich zu meiner persönlichen Enttäuschung der Konferenz: Jens Grochtdreis. Nicht das dies der schlechteste Beitrag gewesen wäre, den ich zu hören bekommen habe, aber ich hatte doch deutlich mehr erwartet. Jens hat mir mit seinem Blog erstmals vor 4 Jahren in Sachen Frontend-Entwicklung beste Impulse geliefert. Seit dem verfolge ich seine Posts regelmäßig. Meiner Meinung nach ist eine Konferenz jedoch der falsche Ort, um aktuelle Problemfelder des Web (ein durchaus interessantes Thema) in so allgemeiner Weise abzuhandeln. Nichts gegen die erwähnten Punkte, denen stimme ich ja vollkommen zu, aber es wäre aus meiner Sicht doch viel sinnvoller gewesen, sich auf einen der Punkte zu konzentrieren, und diesen in seiner fachlichen Gänze und vor allem mit den nötigen Lösungsvorschlägen zu präsentieren.
Was nehme ich also von der Konferenz mit?
Die "Signals" gehen einen Weg, dem ich durchaus Beachtung schenken werde. Weiterhin ist es beruhigend zu wissen, daß auch Unternehmen wie Yahoo! Fehler machen und damit vor allem nicht hinter dem Berg halten, sondern diese sogar zum Gegenstand von Vorträgen machen. Ich bin bestimmt nicht der Einzige, der das Unternehmen dadurch in einem noch positiveren Licht sieht. Was noch? Flex scheint eine gute Alternative zu JavaScript-Frameworks wie ExtJS oder qooxdoo zu sein. Als Frontend-Entwickler gefällt mir besonders gut, daß ich durch Flex-Frameworks wie Cairngorm die Möglichkeit habe, fast die gesamte Backend-Logik in meinen (Frontend-)Bereich zu verlagern. Das dies in dem Maße möglich ist war mir völlig neu. Und auch die Idee, Navigationskonzepte durchdacht aber ungewöhnlich auf kleine, professionelle Gruppen abzustimmen, hat mir neue Impulse für meine Arbeit gegeben. Und letztendlich nehme ich auch noch eine Aktentasche mit nach Hause, deren glücklicher Gewinner ich bei der Verlosung auf der Abschlußveranstaltung war.
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