Dienstag, 9. Februar 2010

Suchmaschinenfreundliche Programmierung (Maile Ohye, Google I/O 2009)

Auf der Google I/O im Mai 2009 sprach Maile Ohye über die Optimierung von Websites für Suchmaschinen (im Speziellen für Google). Aus der Fülle von Informationen aus ihrer Präsentation stelle ich die wichtigsten in diesem Artikel zusammen. Zumindest für mich waren ein paar sehr überraschende Dinge dabei, die mir bisher nicht bewußt waren. Ich werde ihre Tipps, sofern dies möglich ist, in eine zukünftige Version von SenSEO integrieren.

Die Reihenfolge der Punkte orientiert sich im Wesentlichen an der Präsentation. Die Liste ist sehr lang geworden, ein Blick darauf lohnt sich aber allemal.


  • Seite sollte bei den Webmaster Tools verifiziert werden
  • gTLDs (generic Top-Level Domain) wie .com oder .org sind auf kein Land beschränkt
  • ccTLDs (country code Top-Level Domain) wie .de oder .fr sind auf das jeweilige Land beschränkt
  • selbst gehostete Domains verbessern die Authority
  • gleiche Inhalte mit und ohne www führen zu Pagerank Dilution
  • gTLDs können in den Webmaster Tools einem bestimmten Land zugeordnet werden
  • Google ermittelt das Zielland zuerst anhand der TLD, dann an der Einstellung in den Webmaster Tools und zum Schluß an der IP des Servers
  • Shared Hosting mit "bad neighborhoods" verschlechtert nicht das Ranking
  • kopierfreundliche URLs sind vorzuziehen (URLs mit genau einem Ziel)
  • Seitenname sollte beschreibende Keywords enthalten, welche durch Bindestriche getrennt sind
  • URLs sollten zur Vermeidung von Fehlkonfigurationen nur aus Kleinbuchstaben bestehen
  • Navigationen sollten einfache, statische Links enthalten
  • wichtige Seiten sollten gut verlinkt sein (z.B. von der Homepage)
  • es sollte eine Sitemap bereitgestellt werden (sitemap.org)
  • "Google bestellt nicht" - Google folgt keinen Links, die Warenkorb-Zustände verändern
  • es sollten algorithmisch leicht verständliche Key-Value-Paare für dynamische URLs verwendet werden (item, category, affiliateid etc.)
  • Google identifiziert algorithmisch relevante Paramter und sortiert solche aus, die keinen Effekt haben
  • Keywords in Parametern oder im Pfad sind für das Ranking gleichwertig
  • Session-IDs sollten niemals Teil des Pfads oder eines komplexeren Strings sein (führt zu Infinite Space Notification in den Webmaster Tools)
  • für interne Links sollten beschreibende Texte gefunden werden ("weiter" vermeiden)
  • Basis der Seite sollte semantisches HTML sein, optische Effekte oder Interaktionen können mit Flash oder AJAX hinzugefügt werden (Progressive Enhancement)
  • Google kann onclick-Events auswerten, wenn die aufgerufene Funktion in der Seite zu finden ist (nicht in externen Quellen)
  • für den Nutzer sichtbarer Text kann von Google aus Flash-Files extrahiert und ausgewertet werden
  • zum Einbetten von Flash sollten bekannte Scripte wie SWFObject oder UFO verwendet werden
  • in Flash eingebettete externe Ressourcen können ebenfalls ausgewertet und in Bezug zum Flash-Inhalt gesetzt werden
  • Frames werden in Bezug zu ihrer Eltern-Seite indiziert
  • IFrames werden als eigenständige Seite indiziert
  • für jeden URL sollte ein einzigartiger Title vergeben werden
  • für jeden URL sollte eine einzigartige Meta-Description vergeben werden
  • doppelte Title oder Descriptions werden in den Webmaster Tools gelistet
  • Canonical-Tag rel="canonical" legt den URL fest, welcher bei (fast) gleichen Inhalten (Duplicate Content) unter mehreren URLs für Eindeutigkeit sorgt
  • Duplicate Content sollte wegen Pagerank Dilution vermieden werden
  • Eigenschaften wie Link Popularity werden dank des Canonical-Tags auf einen URL vereint
  • Keywords sollten im Text der Seite auftauchen
  • Text der Seite sollte dabei natürlich und lesefreundlich sein (kein Keyword Stuffing!)
  • Bildersuche analysiert umgebende Inhalte einer Grafik wie Absätze oder Headlines
  • Qualität der Grafik (Auflösung, Pixelanzahl) ist relevant
  • Alt-Text hat größte Bedeutung
  • Name der Grafik (getrennt durch Bindestriche) wird analysiert
  • Image-Replacement nach der Phark-Methode (text-indent: -9999em;) schadet dem Ranking und erweckt Spam-Verdacht (empfohlen wird die Verwendung des Alt-Attributs)
  • Uptime des Servers ist relevant (Listung von Crawl Errors in den Webmaster Tools)
  • Fehlende Seiten sollten vermieden werden und durch gute 404-Fehlerseiten kommuniziert werden
  • Blogger sollten als Autorität ihres Gebiets agieren
  • Blog-Kategorien sollten gute Keywords darstellen (Whitehat SEO tips for bloggers)
  • Blog sollte sicher sein
  • Anzeige gesamter Blogartikel ist leicht besser als Teaser
  • Kommentare sollten auf der sleben Seite wie der Artikel sein (gilt auch für Bewertungen von Produkten)
  • Kommentare sollten aus Spam-Gründen moderiert werden
  • Verwendung von Microformats und RDFa zur Anzeige von rich Snippets
  • Analyse der Backlings und Suchanfragen mit Hilfe der Webmaster Tools (entsprechende Optimierung der Seite)
  • Konversion ist oberstes Ziel

Das Video zur Präsentation ist bei YouTube zu sehen.

Im Mai diesen Jahres gibt es eine neue Google I/O. Angekündigt ist die Session SEO site advice from the experts mit Matt Cutts, Greg Grothaus, Brian White und Evan Roseman - man darf gespannt sein.

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