SEO vs. SEM
Bisher nahm ich an, dass Traffic, welcher über die natürliche Suche von Google generiert wird, besser konvertiert als z. B. bezahlter Traffic über Google Adwords. Einfach weil das des öfteren in SEO-Blogs so kommuniziert wurde, und weil ich als Entwickler von SenSEO auch gerne an so etwas glauben möchte. Im YOUmoz-Blog wurde der Artikel True or False: Organic Traffic Converts Better than PPC veröffentlicht, der mich an meiner Annahme zweifeln ließ.
Um diesem Artikel nun Paroli zu bieten, kommen hier Zahlen aus einem mir bekannten Projekt, welches ich nach ähnlichen Kriterien, wie sie der YOUmoz-Artikel vorgibt, ausgewertet habe. Leider konnte ich keine passenden Keywords für die Vergleiche finden, weshalb ich die Gesamtzahlen betrachtet habe.
| Traffic-Source | Visits | Conversion Rate |
| Paid Traffic (Content targeting) | 6504 | 6,07 |
| Paid Traffic (Adwords) | 8138 | 6,23 |
| Paid Traffic (all) | 14642 | 6,15 |
| Direct | 3802 | 5,34 |
| Organic | 2501 | 12,12 |
| Referring Sites | 1868 | 7,28 |
Im Falle dieses Projekts wäre es durchaus sinnvoll, einen Teil des Budgets aus dem bezahlten Traffic abzuziehen und in Suchmaschinen-Optimierung zu investieren. Alternativ könnten die Keywords, welche über die natürliche Suche besonders gut konvertieren, zusammen mit deren Landing Pages in die Adwords-Kampagne aufgenommen werden, um die Conversion Rate des bezahlten Traffic zu verbessern.
Vielleicht abschließend noch eines meiner eigenen Projekte - diesmal allerdings ohne bezahlten Traffic.
| Traffic-Source | Visits | Conversion Rate |
| Organic | 266782 | 30,76 |
| Direct | 18083 | 42,37 |
| Referring Sites | 16144 | 25,60 |
Diesmal sind die direkten Aufrufe ganz vorn. Das ist nicht weiter verwunderlich, handelt es sich doch bei dem Projekt um einen kostenlosen Service, der wohl gerne mündlich weiterempfohlen wird. Solch eine Empfehlung wirkt sich in diesem Fall traumhaft auf die Conversion aus.
Es sieht so aus, als müsse man die Beziehung von der Conversion Rate zur Quelle des Traffic für jedes Projekt individuell analysieren (so wie es auch in dem YOUmoz-Artikel angedeutet wurde). Das sich solch eine Analyse und die daraus gezogenen Schlüsse durchaus rechnen können, zeigen die großen Unterschieden zwischen den verschiedenen Zahlen recht deutlich.
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