Frontend-Qualität - Einfach ist anders!
Die Qualität eines Web-Frontends drückt sich in dessen Architektur, Verfügbarkeit, Technik und Bedienbarkeit aus. Die besondere Herausforderung besteht darin, diese Qualität mit entsprechendem Wissenszuwachs kontinuierlich zu verbessern und zumindest in Teilen messbar und damit automatisiert analysierbar zu machen.
Der erste Teil geht mit der Einsicht einher, dass solche Verbesserungen nötig und förderlich sind. Wo im ersten Moment Zeit, Geld und Arbeit investiert werden muss, gestalten sich die Implementierung neuer Anforderungen oder Änderungen an bestehenden Teilen der Website dadurch oft als unkomplizierter oder sogar überhaupt erst als realisierbar. Schlüsselbegriffe in diesem Zusammenhang sind Organisation, Ordnung, Modularisierung und Standardisierung - um nur einige zu nennen.
Darüber hinaus gibt es ganz pragmatische Faktoren, welche die Qualität von Frontends fördern. Fehlerfreie und verfügbare Komponenten, korrekte Konfigurationen und leichtgewichtige Ressourcen zum Beispiel. Es sind genau diese Ressourcen, die sich gut automatisiert überwachen lassen. Teil einer guten Frontend-Infrastruktur sollte deshalb ein System sein, welches geeignete Metriken sammelt, visualisiert und auftretende Probleme kommuniziert.
Was für serverseitige Anwendungen oder technische Infrastrukturen bereits seit Jahren etabliert ist, setzt sich im Frontend-Bereich scheinbar nur langsam durch. Ursache dafür dürfte das relativ komplexe Umfeld an clientlastigen Technologien sein, das eine automatisierte Analyse erschwert.
Website-Performance - Einfach ist anders!
Die Performance einer Webseite - also die Geschwindigkeit, mit der die Komponenten einer Webseite vom Server zum Client übertragen und im Browser angezeigt werden - ist für die Frontend-Entwicklung in vielerlei Hinsicht von Bedeutung. Es gibt Studien die belegen, dass sich eine schnelle Ladezeit positiv auf die User-Experience auswirkt, weshalb Website-Performance auch für Google eine gewisse Rolle spielt. Weiterhin wirken sich Optimierungen positiv auf die Menge der zu übertragenden Daten aus, was wiederum Kapazitäten schont und Traffic-Kosten senkt.
Erste Erfolge sind dabei, vor allem bei kleineren Projekten, schnell erzielt. Performance-Optimierung in komplexen Web-Infrastrukturen zu etablieren, ist hingegen sehr anspruchsvoll und aufwändig. Neben der Klärung vieler Detailfragen sind Eingriffe in Seitenaufbau, Ladereihenfolge, Ressourcen-Kombination und Serverkonfigurationen nötig. Darüber hinaus erweist es sich als besondere Herausforderung, weiterhin eine komfortable Enwtwicklungsumgebung beizubehalten.
Yahoo! hat sich mit Best Practices for Speeding Up Your Web Site und der Firefox-Extension YSlow als Pionier auf diesem Gebiet hervorgetan. Die beiden Bücher High Performance Websites und Even Faster Websites von Steve Souders (ehemals Yahoo!, jetzt Google) sind Pflichtlektüre, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt. Nate Koechley und Nicole Sullivan von Yahoo! publizierten ebenfalls zu Techniken der Performance-Optimierung. Erst kürzlich hat Google mit Web Performance Best Practices und der Firefox-Extension Page Speed ähnliche Bestrebungen gezeigt, für dieses Thema ein Bewußtsein in der Entwicklergemeinde zu schaffen und erworbenes Wissen zu teilen.
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