Schlaflose Nächte in Karlsruhe - Teil 2
Eine Dachwohnung ist ja eine feine Sache - große Fenster sorgen für viel Licht und der Blick zum Himmel (oder den Sternen) vom Bett aus ist die meiste Zeit echt angenehm. Es sei denn - es gewittert. Und das tut es gerade ![]()

Hier jagen die Blitze alle 10 Sekunden über das Haus und tauchen meine ganze Wohnung in Flutlicht. An Schlafen ist da nicht zu denken. Morgen brezelt dann die Sonne auf die nasse Stadt und wird einem das Gefühl geben, man sei nicht in Deutschland sondern irgendwo im Dschungel von Südamerika. Und das empfinde nicht nur ich so! Für solch tropisch-heiße Tage kann ich übrigens ein tolles Buch von Tom Robbins empfehlen: Völker dieser Welt, relaxt!.
Even Faster Web Sites - Jetzt bestellbar
Heute morgen lag Even Faster Web Sites - das neue Buch von Steve Souders - auf meinem Schreibtisch. Es geht wie schon beim Vorgänger High Performance Websites um Kriterien zur positven Beeinflussung der Website-Performance. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis des neuen Buchs verspricht einige spannende neue Blicke auf dieses Thema. Mehr Informationen finden sich in Steve Souders Blog.
Gebratene Edelreizker mit Speck und Brot
Da die Pilzsaison vor der Tür steht kommt hier eins meiner Lieblings-Pilz-Rezepte.
300g Edelreizker
Geräucherter Speck
1 Zwiebel
1 kleines Bund Petersilie
1 kleines Bund Thymian
Salz, Pfeffer, Kümmel
Frisches Brot
Die Edelreizker sind relativ unbekannte aber großartig schmeckende Pilze. Leider habe ich sie noch nie um Supermarkt gesehen. Die wird man also immer selber suchen müssen. Wer sich bei der Bestimmung nicht absolut sicher ist (und nicht wie ich schon in jungen Jahren durch den Wald getiegert ist) sollte da doch besser Abstand nehmen oder sich einem erfahrenen Pilzsucher anschließen (zu erkennen am grauen Bart und dem Filzhut - ähnlich dem Herrn rechts
).
Die Reizker in dünne Scheiben schneiden und beiseite stellen. Die Kräuter klein hacken.
Den geräucherten Speck und die Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Den Speck in einer Pfanne zerlaufen lassen und anschließend die Zwiebel in dem Fett glasig dünsten.
Die Reizker, Salz, Pfeffer, Kümmel und die restlichen Gewürze dazu geben und alles scharf braten. Die Pilze müssen gut durchgegart sein, da sie sonst schwer verdaulich sind.
Dazu passt frisches Bauernbrot vom (Selbst-)Bäcker (ich kaufe das immer bei der Hofpfisterei oder beim Visel in der Oststadt).
Pasta mit Auberginen, Erbsen und Pilzen (vegetarisch, fortgeschritten)
Frische Pasta (fertige geht natürlich auch)
1 Aubergine
300g Tomaten
200g Kichererbsen (frisch oder gefrostet)
1 kleines Bund Basilikum
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
200g frische Champignons
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Die Auberginen in Würfel schneiden, mit etwas Salz bestreuen und 30 Minuten lang stehen lassen (das entzieht die bittere Flüssigkeit).
Die Tomaten häuten, entkernen und würfeln. Die Zwiebeln und den Knoblauch in kleine Würfel schneiden. Das Basilikum waschen und in kleine Stücke zupfen. Die Pilze waschen, trockentupfen und in Scheiben schneiden.
Die Zwiebeln und den Knoblauch zusammen mit Salz, Pfeffer und dem Basilikum in Olivenöl glasig dünsten. Die Auberginen abspülen, trockentupfen und zusammen mit den Tomaten, den Pilzen und den Erbsen in die Pfanne mit den Zwiebeln und dem Knoblauch geben und gar braten (ca. 8-10 Minuten). Gelegentlich mit einem Holzlöffel umrühren. Am Ende nochmals abschmecken und eventuell mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
In der Zwischenzeit die Pasta in reichlich Salzwasser ca. 5 Minuten bissfest garen.
Die Pasta anschließend abgießen und in der Pfanne unter das Gemüse heben.
Pasta selbst gemacht
Unsere Großmütter können das alle noch - Pasta selbermachen. Da das nicht schwierig ist, und man den Unterschied auf jeden Fall schmeckt, hier das Rezept zum ausprobieren.
300g Weizenmehl
3 Eier
1 EL Olivenöl
etwas Salz
Das Mehl auf ein ausreichend großes Holzbrett sieben und in der Mitte eine recht große Mulde drücken. Dort hinein kommen die Eier (mit Eiweiß), das Salz und das Olivenöl. Alles vermischen und so lange kneten, bis der Teig glatt und elastisch ist. In Klarsichtfolie einwickeln und 30 Minuten ruhen lassen.
Dann kommt das Formen der Pasta - das ist wahlweise mehr oder weniger aufwendig. Für Tagliatelle sollte man den Teig ca. 6 mm dick ausrollen, etwas antrocknen lassen, mit Mehl bestreuen (der Teig darf nicht mehr kleben), aufrollen und mit einem Messer in Streifen schneiden. Alternativ kann man vom fertigen Teig kleine Kugeln formen und mit etwas Mehl zwischen den Handflächen zu 5 cm langen und wenigen Milimetern dicken "Würsten" rollen (die quellen beim Kochen noch auf). Andere Pasta-Formen (Orecchiette, Cavatelli, Tortellini, Fusilli etc.) oder gefüllte Nudeln sind richtig auswendig. Da braucht es schon eine italienische Großfamilie, um ausreichend viel Pasta für eine Mahlzeit zu formen.
Die fertige Pasta in reichlich Salzwasser ca. 5 Minuten bissfest kochen.
Wenn Teig übrig bleibt, kann dieser in Klarsichtfolie zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Da steh' ich heute morgen am Kronenplatz...
... und schlürfe meinen Kaffee - und was sehe ich da auf der anderen Straßenseite?
Das Hooters kommt nach Karlsruhe! Das Gebäude sieht von außen wirklich furchtbar häßlich aus, aber es kommt ja auf die inneren Werte an ![]()
Damit gehören die Ausflüge nach Neunkirchen im Saarland wahrscheinlich der Vergangenheit an.
Mozilla Frontend Code Standards
In den News des Webstandards Magazin habe ich einen Verweis auf die Mozilla Frontend Code Standards gefunden.
Wirklich sinnvoll und langfristig wertvoll finde ich folgende Punkte:
- Need to work on accessibility!
- No inline CSS & JS unless absolutely necessary
- Pages must validate.
- Use most meaningful tags for content
- Use least amount of selectors possible to allow for overriding
- Don't use !important
- Don't pollute the global namespace (put all functions into objects/closures)
- Make JS reusable as best as possible.
- Use .prototype for objects
- var your variables
- Follow Yahoo!'s 34 rules http://developer.yahoo.com/performance/rules.html
- Concat and minify JS & CSS
- Use ySlow to see where pages can be improved
Grund zur Diskussion gäben aus meiner Sicht auf jeden Fall folgende Standards (ich habe kurz angegeben, welche Probleme ich sehe):
- Pages must validate. Not a strict requirement. Some layouts can't be achieved without a few errors. (Da kenne ich keine Layouts, die invaliden Code erzwingen würden. Für eine automatisierte Prüfung wären solche Ausnahmen ungünstig)
- No separate stylesheets for any browser and no conditional statements. (Für Mozilla ist das vielleicht ok - für unsere Webseiten wird das noch so lange nötig sein, wie IE6 und IE7 signifikante Zugriffe generieren)
- Specify font sizes in EMs or % (Angaben in Pixel sind sehr viel pragmatischer. Mit modernen Browser-Zoom-Techniken sollten flexible Layouts obsolet sein)
- Standardize on jQuery? (Nö. Standardize on Qooxdoo
) - Don't include JS from 3rd party domains (Leider gibt es da jede Menge Tracking-Pixel-Scripte, die das nötig machen)
Diesen Standards würde ich unter anderem folgende eher allgemeinen Punkte hinzufügen wollen:
- Etabliere ein System zur Messung von Frontend-Metriken. Nur so bewahrst du den Überblick und findest Schwachstellen.
- Korrigiere diese Schwachstellen kontinuierlich.
- Etabliere Systeme zur zentralen Auslieferung aller Frontend-Ressourcen. Dadurch können Optimierungen an zentralen Punkten vorgenommen werden.
- Modularisiere, automatisiere und vereinheitliche Frontend-Elemente und mache sie global verfügbar.
- Dokumentiere alles und finde ein generisches System, um diese Dokumentationen zugänglich zu machen.
- Bereinige und formatiere Deinen Code wo es geht automatisiert. Wo es nicht geht, stelle verbindliche Regeln auf.
- Nutze Firefox-Extensions um Suchmaschinenfreundlichkeit, Zugänglichkeit und korrekte Semantik zu überprüfen.
- Automatisiere diese Überprüfungen wenn möglich und generiere daraus Frontend-Metriken.
- Etabliere Systeme, die dich über sämtliche Frontend-Fehler informieren (Fehlende Grafiken, fehlende Dokumente, JavaScript-Fehler, Validierungs-Fehler etc.). Nutze dazu auch die Live-Version deiner Projekte. Dort entstehen die unerwarteten Fehler.
- Korrigiere diese Fehler kontinuierlich
- Laß deine Systeme sämtliche unerwarteten Zustände kommunizieren. Dadurch können frühzeitig Probleme erkannt werden.
- Mach die Ideen der Webstandards zu einem zentralen Bestandteil deiner Arbeit. Die Einhaltung dieser Standards erzeugt zusammen einen größeren Nutzen als die Summe ihrer einzelnen Bestandteile, da sich diese untereinander begünstigen und verstärken.
Cheat-Sheets 2.0 umgesetzt
Ich hatte heute ein wenig Zeit und habe die Cheat-Sheets 2.0 umgesetzt. Im Prinzip sind alle Features implementiert, die ich in diesem Artikel bereits angedacht hatte.
Es fehlt noch die Bereitstellung der Styles an einer zentralen Stelle - das sollte allerdings recht schnell erledigt sein.
Wenn ich das richtig sehe, sind sämtliche bereits mit Word erstellten Cheat-Sheets auch mit dem neuen System realisierbar - dabei sollte die Umsetzung jedoch nur einen Bruchteil der Zeit in Anspruch nehmen, die für die Erstellung mit Word nötig war. Darüber hinaus ist mit der neuen HTML-Lösung eine viel größere Flexibilität gegeben und Anpassungen von bestehenden Cheat-Sheets sollten damit um einiges komfortabler werden.
Zur Veranschaulichung habe ich die alte Version (Erstellung ca. 2 Stunden) und die neue Version (Erstellung ca. 1/2 Stunde) verlinkt.
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