Performance Analyse - Teil 3
Diesmal sollen die Ladezeiten, der Zeitpunkt des Rendering-Starts, die Anzahl der Requests und das Seitengewicht (in den Diagrammen für eine bessere Darstellung auf ein Zehntel reduziert) gegenübergestellt und verglichen werden. Unterschieden wird dabei zwischen dem ersten Request ohne gecachte Daten und dem zweiten Request, bei dem der Browser unter Umständen Daten aus dem ersten Request gecacht hat.
Erster Request (ohne gecachte Daten)
Daten in Tabellenform
Zweiter Request (mit gecachten Daten)
Daten in Tabellenform
Auffällig ist dabei, wie schnell die T-Home-Webseite trotz ihrer beachtlichen Größe im Vergleich zu den anderen Webseiten geladen wird.
Weiterhin fällt auf, daß das Seiten-Rendering bei der 1&1-Seite verhältnismäßig spät startet. Dies wird im Wesentlichen dadurch verursacht, daß das JavaScript noch im Head geladen wird und somit ein progressives Rendering der Seite verhindert wird. Die eigentliche Ladezeit vergrößert sich dadurch zwar nicht, nur ist die erlebte Wartezeit für den Kunden um einiges länger als bei den Seiten mit besserem progressiven Rendering.
Bei einigen der Seiten nimmt die Anzahl der Requests beim zweiten Request kaum ab, was ein Hinweis auf fehlende Expires-Header sein dürfte. Fehlen diese Header, werden Conditional-Get-Requests ausgeführt, welche die Daten im Cache auf Aktualität prüfen. Als weitere Ursache könnten die in Steve Souders Buch beschriebenen Probleme mit eTags in Cluster-Systemen in Frage kommen.
Google Chrome - Ein Test
Nachdem wir in der Vergangenheit bei der Veröffentlichung neuer Browser (IE7, Firefox, Safari) immer wieder Probleme mit den Seiten-Layouts und mit JavaScript-Funktionalitäten hatten, war ich gespannt, wie sich die erst seit diesem Jahr standardkonformen 1&1-Websites mit weitgehend refaktoriertem, objektorientierten JavaScript in einem Test mit dem neuen Browser von Google schlagen. Und bis auf ganz wenige Probleme (die vielleicht auch in anderen Browsern auftreten und nicht aufgefallen sind) schlagen sich die Seiten ausgezeichnet. Fairerweise muß gesagt werden, daß bereits seit längerer Zeit auf ein fehlerfreies Layout im Safari geachtet wird, dessen Rendering Engine Webkit Googles Zögling ja verwendet. Doch auch sämtliche Scripte auf den Seiten funktionieren fehlerfrei - und da hat Google mit V8 ja eigene Wege beschritten.
Alles in Allem also ein ausgezeichnetes Ergebnis - Aufwände durch den neuen Browser: Nahezu Null.
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