Ansätze für den Umgang mit Tracking-Pixeln
Ein Tracking-Pixel ist ein für gewöhnlich 1x1 Pixel großes Gif, welches von einem Server mit Hilfe eines IMG-Tags abgerufen wird. Interessant ist dabei, dass mit dem Request Tracking-Daten übermittelt werden, welche auf dem Pixel-Server geloggt werden. Die Grafik ist dabei nur eine Krücke, da in den Anfängen dieser Idee eine Technik wie AJAX zur Übermittlung von Daten aus einer Seite heraus noch nicht bekannt war und diese Lösung auch ohne JavaScript implementiert werden konnte.
Doch Tracking-Pixel haben ihre Nachteile. Zum einen tendiert diese Technik zum Ausufern. Sind viele Systeme an einer Website beteiligt, bringen diese oft auch eigene Implementierungen solcher Pixel mit. Denn einen Standard für Tracking-Pixel gibt es nicht. Noch dazu werden Tracking-Pixel fast immer von Servern mit eigenen Domains abgerufen, was zu einer Häufung von DNS Lookups führt. Nicht zuletzt integrieren sich diese Server mit ihrem Response-Verhalten in das eigene Frontend - geraten sie unter zu große Last oder fallen sie gar ganz aus, hat das direkten Einfluß auf die eigenen Seiten.
Um diese Probleme in den Griff zu bekommen, gäbe es zwei Ansätze.
Der erste, relativ einfach zu implementierende Ansatz, wäre eine Umstellung der Requests von einem IMG-Tag auf einen asynchronen AJAX-Call. Dies hätte den Vorteil, dass das Response-Verhalten fremder Server sehr viel weniger kritisch wäre. Die Daten würden asynchron außerhalb des Kontext des eigentlichen Ladens und Renderns der Seite abgerufen. Dabei sollte es egal sein, ob das zurückgelieferte Pixel tatsächlich in die Seite eingebettet wird - es zählt ja einzig der Request. Eventuelle Verzögerungen oder Server-Ausfälle würden keinen direkten Einfluß mehr auf die eigene Website haben. Leider muß man bei dieser Lösung im Frontend immer noch auf die unterschiedlichen Implementierungen der Anbieter Rücksicht nehmen.
Um zumindest im Frontend von den unterschiedlichen Implementierungen der Tracking-Pixel-Anbieter wegzukommen, gäbe es einen zweiten Ansatz. Man würde einem auf dem eigenen Server befindlichen Script alle nötigen Daten mit genau einem Tracking-Request übergeben. Das Script würde diese Daten dann auf die unterschiedlichen Tracking-Pixel-Requests mappen, und die Grafiken dann direkt vom Server aus abrufen. Die Logik zur Behandlung unterschiedlicher Pixel würde also komplett von einem Tracking-Script übernommen werden. Damit wären zumindest aus Frontend-Sicht alle Probleme gelöst.
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